Handytasche aus Hanf - Erfolg auf ganzer Linie

Die im Juli vorgestellte "ultimative" Handytasche aus Hanf entwickelt sich vom Start weg als eine sehr erfolgreiche Produktidee. Die Verbindung von Mobilfunkzubehör mit dem Image der Hanfpflanze und der Idee beides zu einem modischen Accessoire zu entwickeln, hat genau den Nerv der Zeit getroffen. Das Online-Magazin für Handys "inside-handy.de" berichtete sofort über die Taschen mit dem frechen Hanf-Logo. Das war für die Macher der Tasche von der Firma Hempro International (Düsseldorf) natürlich ein ungleich größerer Erfolg als ein ausführlicher Bericht im HanfBlatt. Im Forum von handy-inside.de entwickelte sich sogleich eine heiße Diskussion rund um die Tasche und mögliche Bezugsquellen (z.B. www.hanfhaus.de)

Ein erster Großabnehmer für die Taschen konnte mit dem Hanfverein in Datteln bereits gewonnen werden. Der rührige Verein wird die Taschen auf seinem alljährlichen Hanfmarkt im August in Datteln erstmals einem großen Publikum vorstellen.

Wie groß der Markt für Mobilfunkzubehör allein in Deutschland ist, kann man mit einer Zahl eindrucksvoll zum Ausdruck bringen: 70.000.000! Siebzig Millionen Handynutzer gibt es allein in der Bundesrepublik. Würde sich nur ein Promille davon die modische Handytasche aus Hanf um den Hals hängen, wäre das bereits ein gigantischer Erfolg. Schließlich hätte man damit 70.000 Werbeträger für den nachwachsenden Rohstoff Hanf gewonnen. Und es gibt ja auch noch andere Länder und Mobilfunkmärkte.

Noch idealer wäre der Nährboden für ein solches Produkt freilich das mode- und handyverrückte Italien. Eleganter kann auch ein Italiener sein "telefonino" nicht verstauen.

Der nächste Schritt für die Hanffaser wäre nach einem solchen Markterfolg die Eroberung der Handygehäuse selbst. In Japan gibt es erste Versuche mit Oberschalen aus Kunststoffen, die auf Kenaffasern basieren. Da ist der Schritt zum Hanf nicht mehr weit!

Klaus-Martin Meyer