Auch TreuHanf-Tochter insolvent

Die Hanffabrik Zehdenick GmbH & Co. KG in Zehdenick hat ein knappes halbes Jahr nach der Muttergesellschaft Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen steht jedoch offenbar nicht vor dem endgültigen Aus. Wegen aufgelaufener Forderungen (zurückzuzahlenden Fördermitteln) und der nicht fortgesetzten Finanzierung des Unternehmens durch die Treuhanf AG, wurde die Insolvenz unvermeidbar. Die Mutterfirma TreuHanf AG ist selbst im November 2004 in Insolvenz gegangen (hanf-fakten.de berichtete). Die Hanffabrik soll künftig unter dem Namen Bioformtex firmieren und als GmbH fortgeführt werden. In der Übergangsphase arbeiten die Mitarbeiter auf 165-Euro-Basis.

Die Firma will das Geschäft mit Naturfaserprodukten ausbauen und die eigene Produktion von Naturfaserdämmstoffen fortsetzen. Eine Neuentwicklung von kompostierbaren Formteilen ist bereits in der Entwicklung und soll in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

"Die rechtliche Konstellation und die Finanzierung des Unternehmens stand auf wackligen Füßen", wird der Geschäftsführer zitiert. Nun will man das Unternehmen eigenständig weiterführen. Damit ist die HanfFabrik neben der Bafa Badische Naturfaseraufbereitung GmbH eines von zwei Unternehmen aus der TreuHanf-Familie, das nach der Insolvenz der Mutter fortgeführt wird.

Die laufenden Geschäfte der Hanffabrik werden ohne Unterbrechung fortgeführt. Der Betrieb könne trotz der komplizierten Situation weitergeführt werden. Für Anfang Juli wird das Zusammenkommen der Gläubigerversammlung erwartet, die dann den Ablauf der Insolvenz klären soll. Ziel ist es, die Bioformtex GmbH bis Ende des Jahres auf eigene Füße zu stellen. Das Unternehmen wird mit der Umstrukturierung vollständig eigenständig. Bisher war sie zu 100 Prozent von der Treuhanf abhängig.

Die Bioformtex wird hoffentlich eine stärkere Marketingorientierung an den Tag legen, damit die positiven Ansätze auch in Markterfolge umgemünzt werden können.

Klaus-Martin Meyer
Hemp Candy Hanf Lolly